Wie erkennen Sie ein seriöses Sicherheitsunternehmen?

Nach mehrfachen Nachfragen unserer Kunden und Interessenten, haben wir Ihnen einmal 10 wichtige Tipps aufgelistet, an denen Sie sich durch den Dienstleistungs-Dschungel orientieren können.
(Dies soll keine Kritik an anderen Betrieben sein. Sollte sich ein Sicherheitsbetrieb dennoch angesprochen fühlen, so sollte er die Punkte 1-10 an sich selbst prüfen)

1. Erlaubnis (Gewerbetreibender)
"Wer das Leben oder das Eigentum fremder Personen bewacht, braucht dazu eine spezielle Erlaubnis.
Der Unternehmer muss seit dem 1.April 1996 nachweisen, dass er über die rechtlichen Vorschriften des Gewerbes unterrichtet und mit ihnen vertraut ist." (Auszug aus der Bewachungsverordnung)
Kurz um: Lassen Sie sich von jedem Unternehmer zunächst seine Bewachungserlaubnis gem. § 34 a der Gewerbeordnung zeigen. Erst diese Bewachungserlaubnis berechtigt, den Unternehmer für Sie tätig zu werden.
Jeder ordentliche Sicherheitsdienst wird Ihnen den Nachweis ohne Probleme liefern können. Dies gilt auch für Tätigkeiten als Kaufhausdetektiv, welche rechtlich als Bewachungstätigkeit angesehen wird. Wenn nicht: Finger weg!

2. Erlaubnis (Bewachungspersonal)
"Dem Unterrichtungsverfahren muss sich auch das Bewachungspersonal unterziehen" (Auszug aus der Bewachungsverordnung)
Für Sie als Kunden bedeutet das: Verlangen Sie von dem Unternehmen vorab eine Auflistung der einzusetzenden Mitarbeiter.
Jeder dieser Mitarbeiter muss eine 40 stündige Unterrichtung durch die Industrie- und Handelskammer absolviert haben. 


Wichtig: Lassen Sie sich eine Ablichtung des IHK-Unterrichtungsnachweises vorlegen oder aushändigen.
 

Seit 1. Juli 2005 gelten verschärfte Vorschriften für folgende Bereiche:
· Kontrollgänge im öffentlichen Verkehrsraum oder in Hausrechtsbereichen mit ..tatsächlich öffentlichem Verkehr (sog. Citystreifen etc.);
· Schutz vor Ladendieben (sog. Einzelhandelsdetektive);
· Bewachungen im Einlassbereich von gastgewerblichen Diskotheken (z. B. Türsteher).
Hier muss das Sicherheitspersonal die sog. Sachkundeprüfung gem. §34a GewO erfolgreich absolviert haben, die 40-stündige Unterrichtung reicht für diese Tätigkeiten nicht aus. 

3. Haftung im Fall der Fälle
Als behördlich genehmigtes Bewachungsunternehmen nach

§ 34a GewO sind alle Sicherheitsdienste zu dem Abschluss einer Haftpflichtversicherung verpflichtet, welche Mindestdeckungssummen abdecken muss. Um Kosten zu sparen, kündigen viele Unternehmen nach der Gewerbeanmeldung diese Versicherung, obgleich der Gewerbebetreibende diese aufrechtzuerhalten hat.
Für Sie: Lassen Sie sich die Versicherungspolice zeigen. Achtung: Auf das Datum achten.

4. Preise
Wenn Ihnen jemand einen Sportwagen zu einem gar unglaublichen Preis anbietet, werden Sie sicherlich darüber nachdenken, wo da der Haken ist. Der Mensch ist von Natur aus misstrauisch und das ist auch gut so! Wenn Ihnen ein Unternehmen für seine Dienstleistung einen Preis von unter 18,50 € nennen sollte, ist auch hier Vorsicht geboten. Viele Kunden lassen sich von Dumpingpreisen blenden.

Gemäß §14 des Arbeitnehmer-Entsendegesetz haftet der Auftraggeber, also Sie, wenn erkennbar ist, dass mit dem gezahlten Stundenverrechnungssatz eine ausreichende Bezahlung der Mitarbeiter des Auftragnehmers nicht möglich ist. Der Zoll geht bei Überprüfungen davon aus, dass der Stundenverrechnungssatz 75 % - 80 % über dem für allgemeinverbindlich erklärten Stundengrundlohn liegen muss. Der ab Januar 2016 für allgemeinverbindlich erklärte Stundengrundlohn beträgt 9,70 bzw. 10,26 Euro.

Unabhängig von den gesetzlichen Vorgaben zur Lohnzahlung überlegen Sie es sich gut, ob Sie jemanden Ihre Sicherheit anvertrauen wollen, der entweder für 7-8 €/Stunde arbeitet oder 200 Stunden im Monat arbeiten muss, um seine Familie zu ernähren. Verstehen Sie uns nicht falsch, Sicherheit und Qualität müssen gar nicht teuer sein, aber das Preis-Leistungsverhältnis muss in jedem Fall stimmen.

5. Mitarbeiter
Dass Mitarbeiter, die etwas bewachen mindestens den Unterrichtungsnachweise der IHK benötigen, wissen wir nun. Doch es sollte auch auf etwas anderes geachtet werden:
Verschaffen Sie sich, wenn möglich, einen persönlichen Eindruck der eingesetzten Mitarbeiter. Versetzen Sie sich in die Lage Ihrer Kunden, denn die Mitarbeiter der Sicherheitsfirma repräsentieren Ihr Unternehmen.
Daher sollten Sie unbedingt auf Folgendes achten:

(I) Das Erscheinungsbild & der Umgangston der eingesetzten Mitarbeiter sollte stets Ihren und den Ansprüchen Ihrer Kunden genügen.

(II) Die Mitarbeiter müssen die deutsche Sprache perfekt beherrschen!!
Gerade im Sicherheitsdienst, bei den vielen Verordnungen, Vorschriften, Gesetzesparagraphen etc. ist es unabdingbar, dass das Sicherheitspersonal der deutschen Sprache mächtig ist. Wer sich auf Grund von Sprachschwierigkeiten in der Materie nicht auskennt, sollte lieber die Branche wechseln.
Nichts ist schlimmer für Ihren Ruf, als Kaufhausdetektive oder bomberjackentragende "Türstehersecurities", die auf Grund mangelnder Kommunikation und Verständigungsschwierigkeiten zu anderen Mitteln greifen.

(III) Jedes seriöse Unternehmen, sollte dem Kunden soviel Transparenz bieten, dass dieser sich selber ein Bild seiner Mitarbeiter und der Arbeitsausübung machen kann. Fragen Sie ruhig nach weiteren Objekten / Aufträgen Ihres Sicherheitsunternehmens und gehen Sie ruhig einmal privat in das Kaufhaus oder die Discothek und machen Sie sich selber ein Bild des Sicherheitspersonals.

Wenn die Türsteher, Kaufhausdetektive, Wachmänner, Doormen etc. ihrer Arbeit ersichtlich einwandfrei nachgehen, seien Sie beruhigt und entscheiden sich für diese Firma.
Doch finden Sie etwa folgendes Szenario vor, dass die Mitarbeiter beispielsweise mit dem Handy rumspielen, verbotenerweise essen & trinken, rauchen, flirten, ihren Posten verlassen und stattdessen spazieren gehen etc…. , verabschieden Sie sich von der Firma, ehe diese für Sie aktiv wird.
Merke: Vor dem Chef oder dem Kunden arbeiten die Mitarbeiter meist exakt… doch was ist, wenn diese alleine sind und sich unbeobachtet fühlen…

6. Referenzen
Eigentlich sollte jedes renommierte Unternehmen bei der ersten Kontaktaufnahme mit Ihnen, die Referenzen des Betriebes aus Informationsgründen ohne ein Wort, vorzeigen.
Doch es gibt sicherlich auch Firmen, die dies absichtlich vergessen oder unterlassen:
Wer in der Vergangenheit unprofessionell gearbeitet hat, wird sicherlich keine Belobigung der Auftraggeber erhalten. Fragen Sie doch einfach mal nach solchen Referenzen nach. Schließlich haben Sie ein gutes Recht zu wissen, wie und für wen die Sicherheitsfirma in der Vergangenheit tätig war.

Achtung: Viele Firmen behaupten, dass sie für diese und jene Firma, Disco, Filiale etc. tätig waren. Fragen Sie dort stichpunktweise an.


7. Ehrlichkeit
Als Kenner der Branche fällt uns auf, dass für wirkliche Sicherheitslösungen kaum ein Anbieter parat steht. Es wird sich häufig auf ein besonders leicht erscheinendes Betätigungsfeld im Bereich der so genannten Sicherheit spezialisiert. Vielen Unternehmen fehlt es angefangen bei Ehrlichkeit gegenüber Klienten, über die Entschlusskraft zu ganzheitlichen Sicherheitslösungen, bis zum Willen der umfassenden Weiterbildung für vorgenannte Tätigkeiten.

Hiervon scheint auch das Bild der "Wach- und Securityunternehmen" geprägt zu sein, um es deutlicher zu sagen: sie stellen sich als unfähige Wachopas oder bomberjackentragende "Türstehersecurities" dar, mit einer leichten Tendenz zu "Möchtegern-Hilfspolizisten".

Es fehlt, um es noch einmal zu sagen, an einer ehrlichen eigenen Positionierung als gewerbebetreibender Bürger für Bürger. Wir lassen uns, soweit im Sicherheitsbereich möglich, von unseren Klienten gerne in die Karten schauen und nehmen uns gerne Zeit für Ihre Fragen und Wünsche, ohne gleich eine Rechnung zu stellen.

8. Seriös und effektiv
Als Organisator großer Events und Veranstaltungen ist Ihnen das Problem bestens vertraut: Schwierigkeiten durch betrunkene, aggressive oder unter Drogeneinfluss stehender Besucher, sowie durch externe Störer stellen nicht nur den Erfolg des einzelnen Projekts massiv in Frage und ziehen ernste Probleme (Kunden-Unzufriedenheit, Regressforderungen, usw.) nach sich, sondern können sich als Imageschaden schnell nachteilig auf Ihre gesamte Geschäftstätigkeit auswirken.

Ungeschicktes, unprofessionelles oder gar rüpelhaftes Verhalten des Sicherheitspersonals ("Du kummst hier net rein...") trägt nicht selten dazu bei, dass die genannten Probleme erst entstehen bzw. eskalieren

Daher ist für Sie nicht zuletzt die Wahl des RICHTIGEN Sicherheitspartners erfolgsentscheidend. Schließlich erwarten sowohl Auftraggeber als auch Gäste einen angenehmen und störungsfreien Ablauf der Veranstaltung.

9. Auftreten der Firmen
Bevor ein Kunde unsere Dienstleistung in Anspruch nimmt, geben wir ihm genügend Zeit, uns mit anderen Dienstleistern zu vergleichen. Der Interessent sollte ruhig einmal ins Internet gehen und sich das Auftreten bzw. die Präsentation verschiedener Firmen anschauen.

Es gehört nicht viel können dazu, auf die Seite verschiedener Autovermieter oder Fluggesellschaften zu gehen und mit einem rechtsklick Fotos von tollen Autos, Limousinen; Flugzeugen und Helis zu kopieren, diese auf die eigene Homepage einzufügen und dann damit zu werben, dass man einen riesigen Fuhrpark hat.

Wir finden, dass dies nicht gerade sehr professionell und glaubhaft erscheint und außerdem sollte es keine größere Herausforderung sein, einem Kunden ein gewünschtes Fahrzeug zur Verfügung zu stellen. Eine seriöse Firma sollte sich bei den Kundenwünschen nicht daran orientieren was das Unternehmen kann, sondern vielmehr daran, was der Kunden braucht.

10. Erster Eindruck zählt nicht immer
Wenn Sie sich als Kunde für eine Sicherheitsfirma Ihres Vertrauens entschieden haben und zufrieden mit Ihrer Entscheidung sind, dann haben Sie es geschafft und werden hoffentlich einen großen Nutzen aus der Dienstleistung ziehen können. Doch sollten Ihnen Bedenken kommen und Sie sich nicht 100% sicher über Ihre Entscheidung sein, so lassen Sie sich soviel Zeit wie Sie möchten und benötigen.

Wenn Sie sich ein Haus kaufen, erwartet auch niemand von Ihnen, dass Sie sich spontan entscheiden. In keinem Fall sollten Sie sich etwas einreden lassen oder sich von "billig Preisen" locken lassen. SIE sind Kunde und der Kunde sollte immer noch von sich aus entscheiden können, wem er sein Vertrauen schenkt.

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